
Hallo, liebe Freunde!
Oft teile ich hier Bilder meines älteren Equipments, und es freut mich aufrichtig zu sehen, wie viel Interesse, Begeisterung und Wertschätzung diese Maschinen bei euch hervorrufen. Dennoch bin ich nie und war auch nie ein Sammler.
Für mich sind diese Instrumente keine Objekte, deren Wert sich allein aus ihrer Seltenheit, ihrem Alter oder ihrer Geschichte ableitet. Sie sind keine stummen Zeugnisse einer vergangenen Zeit und keine bloßen Ausstellungsstücke. Sie sind Werkzeuge und zugleich Träger meiner Ideen und Möglichkeiten.
Natürlich zeigen sie die Spuren der Jahre. Ihre Oberflächen erzählen von Gebrauch, von technischen Entwicklungen, von einer Zeit, in der Musik unter anderen Bedingungen entstanden ist. Doch ihre eigentliche Bedeutung liegt für mich nicht in dem, was sie gewesen sind, sondern in dem, was durch sie noch immer entstehen kann.
Ich verbringe täglich viele Stunden im Studio und arbeite an neuer Musik. Denn so faszinierend Technologie, Maschinen und ihre Geschichte auch sein mögen, dürfen wir eines nicht vergessen: Ein Instrument besitzt seinen tiefsten Sinn nicht in seinem Besitz.
Seine Bedeutung entsteht erst in der Begegnung mit dem Menschen, der es benutzt.
Maschinen allein erschaffen keine Kunst. Sie bewahren keine Erinnerung, erzeugen keine Emotion und erzählen keine Geschichte – solange ihnen nicht jemand eine Stimme gibt. Erst durch den kreativen Prozess werden sie zu etwas, das über ihre materielle Existenz hinausweist.
Vielleicht liegt darin auch der eigentliche Unterschied zwischen Sammeln und Schaffen: Ein Sammler bewahrt seinen Synthesizer aber ich als Künstler setze ihn in Bewegung.
Am Ende sind all diese Maschinen, Technologien und Instrumente lediglich die Mittel auf dem Weg zu etwas, das sich ihrer technischen Beschreibung entzieht.
Denn letztlich geht es nicht um das, was wir besitzen, sondern um das, was wir damit erschaffen.
Und am Ende bleibt nur eines:
Die Musik.
Sehr schön geschrieben!
Beste Grüße aus der Rureifel und ein sehr angenehmes Wochenende
Jo
Hallo Jo,
vielen Dank!
Ich wünsche auch dir ein schönes Wochenende, genieße das schöne Wetter.
Die meiste Zeit werde ich wieder im Studio sein, so wie im Moment auch und an neuen Projekten arbeiten.
Als Musiker hat man ja nie so richtig „frei“, aber das habe ich mir ja so ausgesucht.
Liebe Grüße
Bernie