Ausführung
Alle diese Alben wurden professionell produziert, gemastert und industriell im Pressverfahren
hergestellt. Es handelt sich dabei also nicht um die billige selbstgebrannte CD/R und einem Cover aus dem Farbdrucker aus dem heimischen Kellerstudio.
Als Vorlage für eine CD-Vervielfältigung dient dabei immer ein echtes Glasmaster, welches 1:1 von einem Premaster angefertigt wurde.
Die Inlaycard sowie die mehrseitigen Booklets mit bis zu 28 (!) Seiten sind kreativ und grafisch aufwändig gestaltet.
Ein hochwertiger durchgängiger 4/4-farbiger Profidruck auf schwerem 170g Glanzpapier runden dazu das Gesamtbild ab.
Die geringen Auflagen liegen zwischen nur 300 (limited edition) und 1.000 Stück und machen jedes Album zu einem begehrten exklusiven Sammlerstück.
So eine CD bleibt immer daher ein wertvolles Original.

Download- / Streamingportale
Ich sehe mich weniger als ein Dienstleister für den schnellen Konsum, sondern eher als Klangkünstler der, ähnlich einem bildenden Künstler, seine Werke schafft.
Dass ich meine Alben fast ausschließlich auf physischen CDs (oft in sehr hochwertigen Editionen) veröffentliche, ist eine ganz bewusste Entscheidung gegen die aktuelle Entwertung von Musik.
Hier sind meine persönlichen Gründe, warum ich diesen Weg gehe:
1. Musik als Gesamtkunstwerk
Für mich hört ein Album nicht beim letzten Ton auf.
Das Cover, das Booklet und die Haptik gehören untrennbar zur Musik dazu.
Wenn Sie meine CD in den Händen halten, haben Sie ein Stück aus meiner ganz persönlichen Welt bekommen.
Beim Streaming geht diese Tiefe komplett verloren, denn es reduziert meine Arbeit auf eine bloße Datei in einer endlosen Playlist.
2. Die mangelnde Wertschätzung und Bezahlung
Ich sage es ganz offen: Streaming-Dienste wie Spotify & Co sind für kleine Independent-Künstler wie mich rein wirtschaftlich gesehen ein Desaster.
Es ist eine billigste Form der „Verramschung“ meiner Kunst, an der ich vorher mit viel Herzblut über mehrere Monate hart gearbeitet habe.
Die Beträge, die pro Stream beim Künstler ankommen, sind so minimal, dass sie den ungeheuren Produktionsaufwand (Studio, Equipment und Unmengen an Zeit) in keiner Weise decken.
Ich möchte nicht, dass meine Musik als „kostenloses Hintergrundrauschen“ behandelt wird, das man nebenbei konsumiert, während man mit anderen Dingen beschäftigt ist.
3. Das bewusste Hören
Ich möchte, dass meine Hörer sich Zeit nehmen.
Wer eine CD kauft, einlegt und sich mit dem Booklet in den Sessel setzt, hört anders zu und setzt sich mit der Dramaturgie meines Albums auseinander.
Digitale Plattformen verleiten zum Zappen -ich möchte aber, dass man, über das Intro hinaus, tief in meine Klanglandschaften eintaucht.
4. Rechtliche und bürokratische Hürden
Da ich Mitglied der GEMA bin, müsste ich für das Bereitstellen meiner eigenen Musik auf Portalen wie Bandcamp oft sogar draufzahlen oder mich mit komplizierten Abrechnungen herumschlagen.
Diesen administrativen Aufwand stecke ich lieber in die Arbeit an neuen Klängen.
Kurz gesagt: Wer meine Musik wirklich schätzt, unterstützt mich direkt durch den Kauf eines physischen Tonträgers.
Nur so kann ich sicherstellen, dass ich auch in Zukunft die Qualität liefern kann, die mir wichtig ist.
Auf meinem YouTube-Kanal gebe ich zwar Einblicke und Hörproben, aber das volle Erlebnis gibt es eben nur „zum Anfassen“.
Jeder kann die CD erwerben und sich die Daten auf ein andere Medium übertragen, aufs Handy oder einen USB-Stick fürs Auto, aber das originale Werk steckt in einem Jewel Case.